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  • AutorenbildGabriele Preusse

Schülernachhilfe - ein erfolgreiches Schuljahr

im Rahmen eines Projekts "Schülernachhilfe" der Sibylle-Abel-Stiftung gaben die Abiturientinnen Miriam Koch, Amélie Sauer, Lara Schubart, Ann-Sophie Baake, Annika Arm und Lilly Schindhelm (v.l.n.r.) im vergangenen Schuljahr 36 Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse Nachhilfe in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch.

Ehrenamtlich betreut wurde das Projekt von der Pädagogin Doris Motschmann.


Im Schuljahr 2021/2022 wagte sich erstmals die Sibylle-Abel-Stiftung e.V. unter der Leitung von Doris Motschmann, der erfahrenen Pädagogin und gleichzeitig Mitwirkenden im Stiftungsverein, an ein besonderes Projekt: Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch für Sonneberger Kinder der 5. und 6. Klasse. „Manche Kinder verkraften den Wechsel von der Grundschule in die Regelschule oder ins Gymnasium nicht so einfach und lassen leistungsmäßig nach. Das wurde besonders nach der Corona-Pandemie auffällig“, begründete Motschmann die Initiative des Stiftungsvereins und meint weiter: „Nur mit Unterstützung gelingt der Anschluss an das normale Unterrichtsgeschehen. Da weder Schule noch Elternhaus dies in vielen Fällen leisten können, übernahmen Jugendliche der Abiturstufe von Sonneberger Gymnasien die anspruchsvolle Aufgabe.“ Das kostenlose Angebot für die Sonneberger Schüler fand viel Beachtung. Eine echte Herausforderung für die Stiftung, denn mit so viel Zuspruch hatte anfänglich keiner gerechnet. Weil sich die Nachhilfe sehr erfolgreich gestaltete und dazu noch einzigartig in ganz Thüringen ist, entschloss sich die Stiftung im Herbst 2022 das Projekt weiter anzubieten. Abiturienten, die später einmal ins Lehramt einsteigen wollen, ermöglicht diese Aufgabe schon jetzt einen Einblick in den späteren Beruf.

Die Abiturientinnen Miriam Koch, Amélie Sauer, Lara Schubart, Ann-Sophie Baake, Annika Arm und Lilly Schindhelm übernahmen im Schuljahr 2022/2023 für 36 Schülerinnen und Schülern der 5. und 6. Klasse den Nachhilfeunterricht in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch im Rahmen des Projekts der Sibylle-Abel-Stiftung. Kürzlich, wenige Tage vor Abschluss dieses Schuljahres stand die

Auswertung des Nachhilfe-Projektes auf der Tagesordnung des Stiftungsvereins. Eingeladen waren dazu die Akteure des Projekts. Doris Motschmann würdigte die zuverlässige Arbeit und die Kreativität der Abiturientinnen: „Ihr habt mit sehr viel Engagement euren Schützlingen geholfen, wieder Anschluss an den Unterrichtsstoff in ihrer Klasse zu finden. Damit erwies sich unser Angebot als besonders notwendig. Die Defizite in Deutsch, Mathematik und Englisch umfänglich abzubauen, ist nicht einfach, aber dringend notwendig. Das wissen Schule und Eltern gleichermaßen. Ihr habt dabei mit der Unterstützung unserer Stiftung eine wichtige Arbeit geleistet.“ An Beispielen verwies sie auf die Leistung der jungen Frauen, die sich exzellent auf jede Nachhilfestunde durch die individuelle Gestaltung von Arbeitsblättern oder mit ganz spezifischen Tests vorbereitet haben, die ihre Zeit mit den Kindern anders als den üblichen Schulunterricht gestalteten, die einen freundschaftlichen Ton fanden, individuell auf die Probleme des Einzelnen eingingen sowie mit Geschick und Einfühlvermögen den Kindern wieder die Freude am Lernen brachten. Sie hob hervor wie wichtig und nicht immer einfach die Planung der Zeit, die Kontrolle der Anwesenheit, das konsequente Handeln bei Disziplinverstößen und die Zusammenarbeit mit den Eltern war. Alles wurde mit Bravour gemeistert. „Der größte Teil der Fünft- und Sechstklässler hat sich in den Noten verbessert“, freute sich die Pädagogin und betont: „Doch nicht nur die schulischen Leistungen haben sich stabilisiert, sondern die Kinder haben sich auch ganz allgemein zu ihrem Vorteil verändert. Heute sind sie selbstbewusster im Auftreten und zielstrebiger bei der Bewältigung der Aufgaben. Eine Entwicklung, die von Lehrern und Eltern bestätigt wird. Zu Beiden bestand während der gesamten Zeit eine enge Verbindung und das Feedback war durchweg positiv“.

Als Dank gab es von der Sibylle-Abel-Stiftung Urkunden, die später z. B. bei einer Bewerbung von Nutzen sein können. Übrigens, von den sechs Gymnasiastinnen haben drei in diesem Jahr erfolgreich ihr Abitur abgeschlossen. Zwei davon werden ihre berufliche Laufbahn als Pädagogen starten. Drei haben im nächsten Schuljahr ihr Abitur vor sich, wollen aber trotzdem gerne weiter beim Nachhilfeunterricht mitmachen, wenn die Stiftung das Projekt auch im nächsten Jahr wieder anbietet.

Während für die Eltern der Zusatzunterricht kostenfrei war, zahlte die Stiftung die Aufwendungen für die Leistung in Höhe von 4100 Euro. Das erscheint erst einmal als eine stolze Summe. Doch wenn man bedenkt, dass davon etwa 36 Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren fast ein ganzes Schuljahr lang, wöchentlich mit einer Doppelstunde beschult, beim Lernen angeleitet und unterstützt wurden, dann relativiert sich der Betrag schnell. Das Fazit: Auch das 2. Jahr des Nachhilfe-Projektes wurde zu einer Win-win-Situation für die „Lehrer auf Zeit“ und ihre Schüler. Gewiss, das Projekt ist ein Tropfen auf einen ganz heißen Stein, der da heißt Lehrermangel und Lerndefizit. Aber er ist tausendmal besser als Nichtstun!

Den Eltern und Großeltern der geförderten Schüler, die in den vergangenen Wochen der Stiftung eine Spende zukommen ließen, sei auch herzlich gedankt. Ebenso dem Freizeitzentrum „Erholung“ und der „Wolke 14“ für die Unterstützung und die Bereitstellung der Räume.

Die Sibylle-Abel-Stiftung arbeitet rein ehrenamtlich und setzt Spendengelder zum Wohle der Kinder und Jugendlichen der Stadt Sonneberg ein.


Text und Foto: Heidi Losansky

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